ANEKDOTEN

 

Nach Galatz

 

Wegen der zerstörten Donaubrücken in Jugoslawien konnte natürlich auch die „Wolga“ nicht fahren, und so mussten wir bei der Rückfahrt aus der Ukraine unsere Reiseroute kurzfristig ändern. Wir konnten entweder ein Schiff zurück nach Tulcea mieten oder über Moldawien fahren, wofür wir kein Visum hatten.

Unsere ukrainischen Freunde aus Izmail sagten uns jedoch, dass sie das schon regeln und uns durch Moldawien nach Galatz in Rumänien zu einem großen Bahnhof bringen würden, wo es gute Zugverbindungen gebe. An der ukrainisch-moldawischen Grenze kamen wir zuerst zu einem Zöllner, mit dem geredet wurde und der angeblich der Schwager eines unserer Reisegefährten war. Dann kamen wir zum Duty-free-Shop. Wir mussten aus dem Auto steigen, durch den Duty-free-Shop gehen und bei einem anderen Ausgang zu einem bestimmten Auto gehen, mit dem die Reise weiterging.

An der ukrainisch-rumänischen Grenze wurde wir von unserem Freund aufgefordert, dem Fahrer 10 US-Dollar zu geben, der damit ins Zollhaus ging. Nach einer Weile kam er zurück, und wir fuhren, ohne nochmals aufgehalten worden zu sein, zum Bahnhof in Galatz, wo wir rasch einen passenden Zug fanden.

Johanna und Helmut Kandl