Abb.:
Kaltes Buffet, Wohnung in Krems, ca. 1993
Türkischer Kaffee
Ateliersuppe
Einladung in Aserbaidschan, 1995

 

Helmut Kandl
ANFÄNGE

Ich esse gern und koche gern. Bei unseren Reisen bin ich immer sehr an den lokalen Speisen interessiert. Wenn mir etwas besonders zusagt, dann probiere ich das gleiche Gericht gern in verschiedenen Lokalen, um vergleichen zu können, z. B. in Ulm Maultaschen, in Mexico Caldo de Pollo, in Bulgarien Tarator, in Frankreich Coq au Vin, in türkischen Lokalen Haşlama vom Lamm.

Ich frage und rate, wie das gemacht sein könnte. Zu Hause schaue ich dann im Internet nach Rezepten. Oft lese ich ein Dutzend und mixe mir daraus mein eigenes, das ich dann ausprobiere und beim nochmaligen Kochen manchmal variiere.

Durch meine erste Frau Elisabeth, eine gelernte Köchin, erwachte mein Interesse am Kochen. 1995 verwirklichte Peter Kubelka sein Gasthaus in der Kunsthalle Krems. Die Gespräche, die gemeinsamen Besuche bei Bauern und Bäuerinnen auf der Suche nach Wein, Fleisch, Gemüse etc. sowie die Planung, die Organisation und der Betrieb des Gasthauses brachten mir auch einige Erfahrungen (siehe auch: Kuratorische Projekte / Krems / Gasthaus in der Kunsthalle Krems).

Als ich 1997 zum freiberuflichen bildenden Künstler wurde, kochte ich schon öfters, doch erst Mitte der Nullerjahre, als ich aus Gesundheitsgründen mehr auf meine Ernährung achten musste, begann ich, mich intensiv mit dem Kochen zu beschäftigen. Im Atelier habe ich zuerst für uns und Leute die mit uns arbeiteten, Suppen gekocht.

 

Ateliersuppe (Arsenal-Zeit)

Weiße Ateliersuppe: div. Gemüse, Kokosmilch, Fisch, Teigwaren

Rote Ateliersuppe: div. Gemüse, Tomaten, Fisch, Teigwaren

Klare Ateliersuppe (ähnlich Altwiener Suppentopf): klare Fleischsuppe (Huhn oder Rind) mit viel kleingeschnittenem Suppengemüse, kleinen Fleischstücken und Teigwaren

Bei den Umbauarbeiten in den Jahren 2013 bis 2015 habe ich für die Arbeiter gekocht.

Spätestens ab dieser Zeit ist mein Anspruch bei Einladungen sukzessive gewachsen.