Erweiterung der Gestaltung Theater Akzent, 2011
Spiegel, Bauplanen etc.

Ein wichtiger Bestandteil der Intervention 2011 von Helmut & Johanna Kandl im Theatersaal sind die beidseitig angebrachten, jeweils ca. 3 × 10 m großen bedruckten Baunetze. Sie stehen für Umbau und ständige Veränderung. Es ist vorgesehen, dass sie immer wieder von anderen Künstler_innen neu gestaltet werden. Das temporäre, alltägliche Material zwingt dem Raum einen anderen Charakter auf, die technischen Einbauten sind plötzlich selbstverständlich, Gebrauchsspuren werden unbedeutend. Die Transparenz des Netzes versteckt nicht das Dahinterliegende, es überlagert es nur. Die Bauplane, auf der der gemalte und collagierte Entwurf umgesetzt wird, wird zum Banner und transportiert eine verschlüsselte Botschaft. Verschiedene Handzeichen, geballte Fäuste, zeigende Finger sind in schwarzen Pinselstrichen auf an Plakate erinnernde bunte Farbflächen gesetzt. Die Handzeichen, die auf den ersten Blick wie politische Botschaften oder Botschaften klandestiner Gemeinschaften wirken, sind dem Gehörlosenalphabet entlehnt. Gelesen ergeben sie die Wörter THEATER-SPRACHE und WELTSPRACHE; ein Statement für die eminente gesellschaftspolitische Bedeutung von Theater.

Gang um den Theatersaal Motivspiegel
An den beiden Wänden links und rechts seitlich der Türen zum Foyer ist je ein Spiegel montiert. Dadurch wird der Raum optisch vergrößert, und die händisch in verschiedenen Farben hinter Glas gemalten Zitate aus Theaterkritiken bzw. aus belletristischer Literatur, in denen Theateratmosphäre die Handlung entscheidend prägt, korrespondieren mit den Texten des Eisernen Vorhangs.

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